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24.03.2011 14:33 Alter: 1 yrs

WELTWEIT EINMALIG! Trafo-Transport: mit SCHEUERLE SPMTs in die Kraftwerks-Kaverne des Limbergtunnels

 

Für ein Pumpspeicherkraftwerk in Kaprun hat das Unternehmen „Felbermayr Transport- und Hebetechnik“ die Überführung eines 220 Tonnen schweren Transformators übernommen. Der Transport zum mehr als 300 Kilometer entfernten Zielort wurde per Tiefladebahnwaggon und 16 Achslinien SCHEUERLE SPMTs bewältigt.

Die knapp 40 Meter lange Gesamtkombination ist kurz vor der Einfahrt des Tunnels angelangt. Eine starke Leistung bei 12 % Steigung. © Foto: Verbund/Schweinöster

Umschlag des 220 Tonnen schweren Transformators auf 16 Achslinien SCHEUERLE SPMTs am Bahnhof in Maishofen © Foto: Verbund/Schweinöster

Der 10 Meter lange, 3,5 Meter breite und 4,3 Meter hohe Trafo unterwegs auf öffentlichen Straßen. © Foto: Verbund/Schweinöster

Einfahrt in den Schrahnbachtunnel. © Foto: Verbund/Schweinöster

Bereits 1955 ging in Kaprun das älteste Großkraftwerk der heutigen Verbund Austrian Hydro Power AG ans Netz. 2012 sollen dort zwei weitere Maschinensätze mit insgesamt 480 Megawatt erneuerbare Energie produzieren. Mit einer Länge von rund 10 Metern, einer Breite von 3,5 Metern und einer Höhe von 4,3 Metern waren die Trafos für den Transport in die Kraftwerkskaverne ziemlich groß. Um sicherzustellen, dass dieser einmalige Sondertransport reibungslos über die Bühne geht, absolvierte Felbermayr mit SCHEUERLE SPMTs eine so genannte „Schablonenfahrt“ in den 5 km langen Limbergstollen, um die räumliche Geometrie des Stollens testen zu können. Bei der Konstellation SPMT + Tragschnabelbrücke + Schablone und einem Gesamttransportgewicht von insgesamt 420 Tonnen, musste eine Steigung von 12 % gemeistert werden. Ein SPMT-Transport in dieser Konstellation ist weltweit einmalig.

Nach erfolgreicher Testfahrt konnte nun der eigentliche Transport stattfinden. Nach Ankunft des Transformators per Bahn in Maishofen, wurde die Ladung auf 16 Achslinien SPMT (self-propelled modular transporter) der SCHEUERLE Fahrzeugfabrik umgeschlagen. Dabei handelte es sich um 2 x 8 Achslinien SPMT, welche im sogenannten offenen Verbund mit zwei PowerPack Units des Typs Z350 eingesetzt wurden. Durch die SCHEUERLE Elektronik und ein Datenkabel zwischen den beiden Antriebseinheiten, konnte diese Kombination mit nur einer Fernbedienung und von einer Person gesteuert werden. Zur Bewältigung der rund zwanzig Kilometer bis zum Baulager und den dort auftretenden Steigungen von ca. 12 % wurde eine Sonderkonstruktion gefertigt, welche den Einsatz einer sicherheitshalber angekuppelten Zugmaschine zur Unterstützung des ohnehin schon tausend PS starken PowerPacks der SCHEUERLE SPMTs möglich machte. Ein weiterer Grund für die erfolgreiche Durchführung des Transports war der Einsatz einer speziellen SPMT Baureihe mit 4 angetriebenen Pendelachsen pro 4-achs Einheit und somit insgesamt 2.080 kN Zugkraft. Von den letzten sechs Kilometern führten fünf Kilometer durch den sogenannten Schrahnbachtunnel. Die extrem engen Platzverhältnisse machten das Passieren zu einer besonderen Herausforderung. Doch wegen der beinahe uneingeschränkten Manövrierbarkeit der SCHEUERLE SPMT-Technologie und der Erfahrung des Felbermayr Transport-Teams konnte der Transformator sicher bis in das im Berginneren gelegene Kraftwerk transportiert werden.

SCHEUERLE SPMT-Technologie
Die SCHEUERLE SPMTs basieren auf der Erfahrung aus Entwicklung und Produktion von mehr als 5.500 Achslinien. Mit dieser Technologie werden Lasten von 16.000 Tonnen und mehr, wie z. B. Fabrikmodule für Kraftwerke, Meerwasserentsalzungs- und Erdölexplorationsanlagen sowie Offshore-Plattformen, sicher und zuverlässig zu ihren Einsatzorten transportiert. Der Einsatz von SCHEUERLE SPMTs in Verbindung mit der von SCHEUERLE entwickelten Steuerungstechnologie ermöglicht punktgenaues Positionieren schwerster Lasten. Die einzelnen Modultransporter sind beliebig miteinander kuppelbar und können entweder mechanisch gekuppelt oder im offenen Verband in einem Areal von maximal 600 x 600 Metern angeordnet werden.

Die SCHEUERLE Steuerungstechnik garantiert die synchrone Steuerung aller im Kuppelverband integrierten Transporter-Einheiten. Die eigens entwickelte elektronische Vielweglenkung macht die Modultransporter äußerst wendig und manövrierfähig. Gesteuert wird wahlweise per Funk- oder Kabelfernsteuerung oder per angekuppeltem Fahrerhaus für längere Fahrwege.

Die neue 4. Generation der SCHEUERLE SPMTs ist durch den Einsatz neuester Schweißroboter-Technologie fertigungstechnisch-optimiert und es können schnelle Lieferzeiten realisiert werden. Im Gegensatz zur bestehenden 3. Generation mit einer Achslast von 40 Tonnen pro Achslinie, hat die neue 4. Generation eine Achslast von 48 Tonnen. Sowohl die 3. als auch die 4. Generation stellen die Kompatibilität zu den vorhergehenden Modultransporter-Generationen sicher.

Zusätzliche Informationen zur SCHEUERLE Fahrzeugfabrik GmbH
Transporter von SCHEUERLE stehen weltweit für Spitzentechnologie und besondere Produktqualität. Zuverlässigkeit im täglichen Einsatz, hohe Belastbarkeit und eine lange Lebensdauer machen die Fahrzeuge zum wichtigen Bestandteil von modernen Logistikabläufen. Die Geschichte der Fahrzeugtechnik für Schwertransportfahrzeuge ist eng mit den Namen SCHEUERLE verbunden. Das Unternehmen SCHEUERLE verknüpft Tradition und Innovation und gehört neben KAMAG Transporttechnik in Ulm und NICOLAS Industries in Champs-sur-Yonne, Frankreich, zur Firmengruppe des Heilbronner Multiunternehmers Otto Rettenmaier. Innerhalb der Gruppe ist die Schwerlastsparte „TII Group - Transporter Industry International“ Weltmarktführer in der Entwicklung und Produktion von Schwerlastfahrzeugen.

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